Videoüberwachung

Videoüberwachung

Videoüberwachung - wie funktioniert sie? Kann ich sie selbst installieren? Die Antworten findest Du hier!

Videoüberwachung ist heutzutage in aller Munde. Sie ist ein wichtiger Baustein beim umfassenden Einbruchschutz und Bestandteil einer Alarmanlage/ Smart Home Anlage. Mittlerweile gibt es auch gute und einfache Lösungen, die relativ preiswert sind und die Du selbst installieren kannst.

Hierbei gibt es auch wieder die zwei Varianten: Kabel basierend und die Funklösung (meist über Wlan).

Bei der kabelgebundenen Variante solltest Du aber keine Angst haben, das Du gleich den Elektriker rufen musst, um Kabel zu installieren!

Es muss nur ein sogenanntes ​"Videokabel" (ähnlich Deinem Antennenkabel vom Fernseher) oder bei IP-Lösungen ein LAN-Kabel zur Kamera gezogen werden. Über dieses läuft die Stromversorgung ​und gleichzeitig die Bild-Übertragung.

vÜberwachungskameras

​Es gibt mittlerweile gute Komplettsets, bestehend aus ein, zwei oder vier Kameras mit der dazugehörigen Stromversorgung+Kabel und einem Festplattenrecorder, der im Permanent-Aufnahme-Betrieb oder ​in einem vordefinierten Zeitraum bei Bewegung aufnimmt.

Beim Permanent-Aufnahme-Betrieb musst Du wissen, das die Aufnahmedauer, bis zum nächsten Überspielen der Bilder von der Größe des Aufnahmemediums abhängt. Dies solltest Du beim Kauf beachten.

Die Bilder kannst Du dann auf Deinem Fernseher anschauen. Zum Beispiel: ABUS TVVR33418 HD-Videoset mit 4 Kameras und einem Recorder - siehe Abbildung.

Videoüberwachung ABUS

Hinweis:

Achte dabei darauf, das Du nicht gegen das Bundes-Datenschutzgesetz verstößt. Es ist nur erlaubt das eigene Grundstück zu filmen. Falls noch andere Bewohner im Haus leben, müssen sie ihr Einverständnis dafür geben und nach drei Tagen müssen die Aufnahmen gelöscht werden. Weise andere durch Schilder darauf hin, das gefilmt wird. Dies hilft auch bei der Einbruch-Vorbeugung.


​Das richtige Licht!

Bei ​​guter ​Beleuchtung liefern sie recht ​brauchbare Aufnahmen, so dass man auch Personen erkennen kann. Sie haben meistens ein paar kleine Infrarot-LED als Beleuchtung eingebaut, die aber nur auf sehr kurzer Distanz zu brauchbaren Aufnahmen reichen.

Wenn Du Nachts auch gute Aufnahmen möchtest, musst Du für ausreichend Beleuchtung sorgen. Entweder mit Bewegungsmelder gesteuerten Lampen oder mit Infrarot-Schein-werfern, die man zur Kamera montieren kann. Sie sind aber vergleichsweise teuer und ihre Lebensdauer dazu begrenzt.


​Der richtige Montageort!

Achte bei der Auswahl des Montageortes darauf, das sie nicht so leicht und ohne Hilfsmittel von Außen zu manipuieren ist. Das Aufnahmegerät sollte an einem Ort installiert werden, den man nicht so schnell als solchen erkennt. Es nützt die beste Aufnahme nichts, wenn der Einbrecher ​Dein Speichermedium mitnimmt!

Hier könnte man auch wieder ​auf Smart Home ​zurückgreifen. Bei einer Netzwerklösung (IP-Videoüberwachung) kannst Du den Aufnahmespeicher auch in die "Cloud" (Speicher im Internet) verlegen, was einen Diebstahl  oder Manipulation unmöglich macht. Du bekämst nun auch eine Nachricht, das sich jemand auf Deinem Grundstück befindet!


​Die richtige Auflösung!

Desweiteren kannst Du ​zwischen einer Standard-Auflösung (analog, meist VGA also 600x400 Bildpunkte) oder HD-Auflösung (in der Regel 720p oder sogar Full HD 1920x1080 Bildpunkte) wählen. Dein Vorteil bei der HD-Variante liegt ​darin, das Du später in der Aunahme zoomen ​oder Dir in aller Ruhe ein einzelnes Standbild anschauen kannst.

Bei kabellosen Kameras, sogenannten Wlan (IP-) Kameras wird das vorhandene Wlan-Netz, welches Dein Internet-Router aussendet genutzt, um sie in Dein Netzwerk einzubinden.

Funk Videoüberwachungsset

​(Die Abbildung zeigt ein ABUS TVAC18000A Funkkamera-Set mit Recorder, welches hier gern gekauft wird.)

Hier liegt der Vorteil darin, das sie "nur" Strom braucht (über ein kleines Netzteil) und das Du über jedes Gerät in Deinem Netzwerk (PC/Laptop/Tablet/Smartphone) darauf zugreifen kannst. Dein PC kann hierbei sogar als Aufnahmespeicher fungieren, sofern er an ist. 

Wichtig hierbei ist, das das Wlan-Netz ausreichend stabil zur Verfügung steht, damit die Kamera die Bilder auch übertragen kann!

Hier kommt dann wieder einmal Smart Home ins Spiel. Nun bist Du auch in der Lage aus der Ferne auf Deine Kamera(s) zuzugreifen, wenn Du nicht Zuhause bist.

Deine App berichtet Dir, das jemand an der Tür klingelt. Du schaust jetzt ​einfach nach, wer es ist - Genial oder?


​Kann ich eine Förderung bekommen?

​Ja, man kann als Privateigentümer und Mieter für die Durchführung von Maßnahmen zum Einbruchschutz an einem bestehenden Gebäude einen Investitionskosten-Zuschuss beantragen (ab 500€ Investitionssumme). Dazu zählt auch die Videoüberwachung.

Seit dem 15. September 2017 gelten beim Einbruchschutz gestaffelte Zuschüsse. Die ersten 1.000 EUR der förderfähigen Investitionskosten werden nun mit 20 Prozent  (vorher 10 Prozent) bezuschusst. Für alle zusätzlichen förderfähigen Kosten, die über 1.000 EUR hinausgehen, wird weiterhin ein Zuschuss von 10 Prozent gewährt.

Diese neue gestaffelte Förderung gilt pro Antragsteller und Gebäude. Dabei werden sowohl Materialkosten als auch Handwerkerleistungen gefördert.

Wichtig dabei ist aber, das die Förderung beantragt wurde, bevor angefangen worden ist! Du kannst wählen zwischen Zuschuss oder Kredit - also sind auch größere Maßnahmen, wie beispielsweise der Austausch von Fenstern und Türen oder das Anbringen von Rollläden und vieles mehr möglich!
Die Bedingungen findest Du bei der KFW-Bank unter dem Zuschuss Programm 455.


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